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“ Wo sollten denn die Vöglein sitzen, hätten die Bäume keine Äste? „

Holz gibt Lebensqualität und schützt die Umwelt, aber welche Hölzer sollten beim Möbelkauf in die engere Wahl kommen?

Von den über  40.000 bekannten Baumarten werden etwa nur 200 letzendlich für den Möbelbau genutzt.

Alles beginnt im Wald! Nur eine vernünftige Waldnutzung trägt zum Erhalt von Lebensräumen bei und schützt das Klima. Die Bäume entnehmen der Luft Kohlendioxid und wandeln es um in Sauerstoff und Kohlenstoff. Letzteres reichert sich in der Biomasse des Baumes an und wird oft über Jahrzehnte z.T. auch Jahrhunderte eingelagert.

Es gibt verschiedene Unterscheidungen von Hölzern je nach Art der Maserung und ausdrucksvollen Farbgebung oder nach deren Herkunftsgebieten und einer hohen subjektiven Wertschätzung.

Als Edelhölzer wird ein Holz bezeichnet, welches sich durch eine schöne und ausdrucksvolle Farbgebung, markante Farbkontraste, erstaunliche Maserungen und andere Auffälligkeiten im Vergleich zu normal aussehendem und weit verbreitetem Holz besonders hervorhebt.

Hierzu gehört zum Beispiel: Ahorn (geriegelt), Amaranth, Amboina-Maser, Birken-Maser, Bruyere, Buchsbaum, Ebenholz, Eibe, Grenadill, Königsholz, Madrona-Maser, Mahagoni. Palisander, Teakholz, Walnuss, Zebrano, Myrte-Maser, Pockholz, Rüster-Maser, Vavona-Maser, und einige mehr.

Unter Tropenholz wird vorwiegend das Kernholz tropischer Laubholzarten verstanden. Die Struktur von Tropenhölzern ist aufgrund des konstanteren Klimas in den Tropen gleichmäßiger als die von Jahrringen geprägte Struktur, von Hölzern aus den gemäßigten Breiten.

Dazu gehören vor allem Meranti, Mahagoni, Teak, Balsaholz, Palisander, Bangkirai, Bongossi, Abachi, Framiré, Merbau, Ovangkol, Ramin, Afzelia, Wengé. Eine Vielzahl dieser Holzarten wird sehr kritisch unter dem Punkt des illegalen Raubbaus gesehen. Zudem ist ein hoher Aufwand für Transport notwendig um die Hölzer bzw. Möbel nach Europa zu bringen. Meist ist ein Herkunftsnachweis nicht möglich.

 

Buche

Fagus sylvatica – Rotbuche

Heute macht der Buchenbestand in Deutschland ca. 14 Prozent der gesamten Waldfläche aus und ist damit der verbreitete Laubbaum. Buchenwälder bieten eine artenreichen Lebensraum. Mit dem Erwerb einer Rotkernigen Buche fördert man indirekt den naturnahen Wald, da bei steigender Nachfrage der Förster die Bäume länger stehen lässt. Durch dämpfen erhält sie Buche eine höhere Formstabilität, da die Buche von natur aus stark arbeitet und deshalb zum Reißen und Werfen neigt. Dadurch ist besonders bei der Lagerung und Trocknung viel sorgfalt gefragt.

bucheKernbucheTeam 7

Die gedämpfte Rotbuche kommt aus Österreich, Deutschland, Kroatien oder der Slowakei. Die Bäume werden ca. 30 – 40 m hoch und werden bis zur Verarbeitung zwischen 90 und 120 Jahren alt. Die Buche dunkelt langsam nach und erhält einen goldenen/gelblichen Farbton. Das Holz ist sehr hart und wenig elastisch.

Die Kernbuche stammt aus Österreich, Deutschland, Kroatien, Slowakei oder aus Rumänien. Der starke Farbkernanteil bringt eine natürliche und lebhafte Maserung mit dunkelbraunen Schattierungen. Die individuellen Merkmale sind besonders im Möbelbereich gefragt, jedoch muss man sich drauf einlassen, denn jedes Stück ist ein absolutes Unikat.

 

Ahorn

Acer pseudoplatanus – Bergahorn

Die Ahornarten sind typisch für Europäische Mischwälder. Das helle, gleichmäßig gemaserte Holz ist beliebt bei Tischlern und Instrumentenbauern. Ahorn kann guten Gewissens gekauft werden. Jedoch sollte die Herkunft beachtet werden, da in Teilen Osteuropas noch Urwaldreste vorhanden sind.

ahornTeam 7

Der Bergahorn stammt aus Österreich und Rumänien. Die Bäume werden ca. 25 m hoch und werden bis zur Verarbeitung zwischen 70 und 90 Jahren alt. Der Ahorn ist mit das hellste einheimische Holz mit einer fast weißen Färbung. Später treten oft an Kanten leichte Vergilbungen auf. Mit dem Team 7 Weißöl kann dieser Farbänderung leicht entgegen gewirkt werden.

Es ist ein hartes Holz, kurzfasrig und sehr elastisch.

 

Eiche

Quercus robur / petraea

Neben den Germanen, galt auch den Griechen, Slawen und Kelten die Eiche als heilig. Jahrhunderte lang wurde deren Anbau gefördert und war vor allem als Hauptholzlieferant wichtig. Mit den Früchten wurden Schweine und Wildtiere gemästet, die meist in „Hutewäldern“ die Eicheln fraßen. Auch in der heutigen Forstwirtschaft wird wieder vermehrt, die Aufforstung mit Eichen voran getrieben, da Sie sehr witterungsbeständig und abnutzungsresistend ist. Der Import meist aus Polen, Ukraine und Frankreich macht etwa 50 % des in Deutschland verbrauchten Eichenholzes aus. Auch hier sollte der Herkunftsnachweis geprüft werden, da auch bei diesem Holz immer noch in Osteuropa Urwaldbestände existieren.

EicheTeam 7

Das Eichenholz stammt aus Österreich, Deutschland, Ungarn, Rumänien und Kroatien. Die Bäume werden etwa 20 – 30 m hoch und werden bis zur Verarbeitung zwischen 80 und 130 Jahren alt. In der Färbung eines leichten gelblichen Tons werden oft graubraune bis hell rötliche Maserungen sichtbar. Durch die Verwendung des Team 7 Weißöls, kann die Maserung in einen leichten, durchgängigen Grauton übergehen, dieser ist sehr attraktiv und wirkt auf Tischen sehr edel. Die Trocknung des Holzes erfolgt sehr langsam da die Eiche sich schnell wirft oder reißt. Härte, Gewischt und Verarbeitungseigenschaften sind vom Einschlagsort und dem Alter des Baumes abhängig.

Eiche Venedig – Team 7 – Gewonnen aus 50 – 100 Jahre alten venezianischen Eichenpfählen (den sogenannten Briccole). Charakteristisch sind Fraßgänge von Muscheln und die Spuren der Gezeiten.

 

Erle

Alnus glutinosa – Schwarzerle

Das Birkengewächs wird oft auch als Eller oder Else bezeichnet. Durch den Anschnitt der sich rötlich verfärbt (blutet) wird sie auch als Rot-Erle bezeichnet, ein Name, der jedoch auch für die in Nordamerika beheimatete Rot-Erle (Alnus rubra) verwendet wird. Durch das vergleichsweise niedrige Höchstalter von ca. 120 Jahren, dem raschen Wachstum und das hohe Lichtbedürfnis junger Bäume wird sie auch als Pionierbaumart ausgewiesen. Sie bereitet anderen Pflanzen den Boden auf und bietet zahlreichen Falter- und Schmetterlingsarten Lebensraum und Nahrung. Sie ist anderen Laubbäumen auf ausgesprochen nassen, Grundwasserbeeinflussten oder zeitweise überschwemmten Standorten überlegen und bildet dort auch Reinbestände, so zum Beispiel im Spreewald südlich von Berlin. Im Volksglauben wurde die Erle oft mit Hexerei und dem Teufel in Verbindung gebracht, da sie häufig in feuchten, auch sumpfigen Gebieten wächst. Da Erlenholz unter Wasser sehr beständig ist, verwendeten schon unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit sie für Pfahlbauten. Auch Venedig ruht auf Eichen und Erlenholz.

erleTeam 7

Das Holz stammt aus Ungarn. Die Bäume werden etwa 12 m hoch und werden bis zur Verarbeitung zwischen 40 und 60 Jahren alt. Das Erlenholz ähnelt von der Färbung nach dem Buchenholz und wird mit diesem vor allem im Kinderzimmerbereich genutzt. Durch seine leicht braunen und lang gezogenen Maserungen verleiht es einen dezenten Schwung und macht das Holz sehr interessant. Es ist weich, leicht spaltbar und ziemlich biegsam.

Unser Geheimtipp, denn wir lieben es einfach.

 

Kirsche

Prunus avium

Aus Vogel- und Wildkirsche entwickelte sich unsere begehrte Süßkirsche, diese Arten finden sich auch heute in Mischwäldern. Sie wird wieder verstärkt gepflanzt da ihr rötlich- bis goldbraunes Holz sehr gefragt ist. Noch heute fehlen die Baumbestände da die Kirsche in der Biedermeierzeit bevorzugt eingeschlagen wurde. Ein Großteil des verwendeten Holzes stammt heutzutage vor allem aus Nordamerika. Die Qualität leidet stark an dem übermäßigen Einschlag. Auch aus Osteuropa stammen Importe, auch dort sollte ein Herkunftsnachweis verlangt werden, da die Urwaldzerstörung nicht ausgeschlossen werden kann.

KirschbaumTeam 7

Der gedämpfte Kirschbaum stammt aus Rumänien und Ungarn. Das Nachdunkeln wird durch die Dämpfung vorweggenommen und erleichtert die Pflege. Die Bäume werden etwa 20 m hoch und werden bis zur Verarbeitung zwischen 50 und 80 Jahren alt. Das wunderschöne rötlich, braune Holz mit seinen gelegentlichen grünstichigen Farbschattierungen ist sehr dekorativ und deshalb besonders im Wohnmöbelbereich beliebt. Als Tisch nur bedingt geeignet, da das Holz mäßig hart ist und sich daher schneller Gebrauchsspuren zeigen.

 

Nussbaum

Juglans nigra – Europäische Schwarznuss

Der Nussbaum aus der Familie der Walnuss- und Haselnussgewächse, zählt seit Jahrhunderten zu den edlen Möbelhölzern. Er hat einen hellgrauen Splint von ca. 3-7 cm.

Der Europäische Nussbaum ist im Vergleich zum amerikanischen Nussbaum härter und schwerer.

NussbaumTeam 7

 

Der Nussbaum stammt aus Österreich, Slowenien und Ungarn. Die Bäume werden etwa 25 m hoch und werden bis zur Verarbeitung zwischen 60 und 80 Jahren alt.

Wildsortierung

der Eiche und des Nussbaumes (Team 7)

Die Basis legen die über Jahrhunderte alten Bäume welche in einer gesunden und nachhaltigen Forstwirtschaft gedeihen. Einflüsse wie Witterung und Wuchsgebiet des Baumes prägen durch dunkel ausgefüllte Äste, Risse und Farbunterschiede den unverwechselbaren Charakter und unterstreichen die natürliche Schönheit des gewachsenen Naturholzes.

Jedes Stück ist ein absolutes Unikat.

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Zirbelkiefer

Pinus ccsm_Zirbelkiefer_natur_klein_d9da1e4cb3embra – auch Arbe oder Arve genannt

stammt aus der Familie der Kieferngewächse. Das Holz stammt zum überwiegenden Teil aus den Alpen oder den Karpaten und erreicht eine maximale Höhe von 25 Metern. Mit einem Alter von bis zu 1200 Jahren gehört diese Holzart mit zu den Methusalem der Möbelhölzer. Das Holz hat eine helle Färbung und duftet aromatisch, weshalb es vor allem im Schlafbereich Verwendung findet, zum Beispiel bei Betten von Dormiente. Gerade die ungeölte Verarbeitung ermöglicht den intensiven beruhigenden Duft.

Dormiente

 

 

 


 

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